Überprüfe dein Auto so bald wie möglich
Im Auto befinden sich oft Dinge, an die man erst dann denkt, wenn man sie wirklich braucht. Eine Eisschaberkarte überwintert gerne den ganzen Sommer über im Kofferraum, ein Ladekabel rutscht zwischen die Sitze, und alte Kassenzettel häufen sich im Handschuhfach an.
Dabei gibt es Ausrüstung, die darüber entscheiden kann, ob das Fahrzeug die Hauptuntersuchung besteht oder nicht.
500 Kronen Bußgeld drohen
Tausende schwedische Autofahrer sind täglich unterwegs, ohne einen Gegenstand mitzuführen, den das Gesetz zwingend vorschreibt. Die Rede ist vom Warndreieck.
Laut der schwedischen Straßenverkehrsordnung muss ein Warndreieck stets im Fahrzeug vorhanden sein, damit es bei einer Panne, einem Unfall oder einer anderen Gefahrensituation aufgestellt werden kann. Wer es nicht dabei hat, riskiert ein Bußgeld von 500 Kronen.
Auch bei der Hauptuntersuchung kann das Fehlen des Warndreiecks teuer werden. Der Prüforganisation Dekra zufolge fehlte das Warndreieck bei 3.700 Fahrzeugen, die innerhalb eines halben Jahres kontrolliert wurden.
Das entspricht rund 1,2 Prozent aller in diesem Zeitraum geprüften Fahrzeuge.
Mängel bei der Hauptuntersuchung möglich
Diese Zahlen beziehen sich ausschließlich auf Dekra. Das bedeutet, dass die tatsächliche Gesamtzahl im ganzen Land deutlich höher liegen dürfte. In Schweden werden jährlich etwa 6,5 Millionen Hauptuntersuchungen durchgeführt – hochgerechnet auf denselben Anteil könnten rund 80.000 schwedische Autohalter eine Beanstandung wegen eines fehlenden Warndreiecks erhalten.
Bei einer regulären Hauptuntersuchung führt das Fehlen zunächst zu einer sogenannten Bedingungsanmerkung. Besteht der Mangel beim nächsten Kontrolltermin weiterhin, kann eine schwerwiegendere Beanstandung folgen.
Nicht nur für die Prüfung wichtig
Das Warndreieck sollte jedoch nicht nur deshalb im Fahrzeug liegen, um Bußgelder oder Prüfbeanstandungen zu vermeiden. Es erfüllt einen wichtigen Sicherheitszweck: Es muss eingesetzt werden, sobald das Auto an einem Ort zum Stehen kommt, an dem es für andere Verkehrsteilnehmer gefährlich werden könnte.
Verkehrspolizist Joakim Abrahamsson erläuterte dazu, dass die Polizei die Situation stets nach dem bewertet, was am jeweiligen Ort als vernünftig gilt.
„Es ist schwer zu sagen, wie lange das Fahrzeug dort bereits gestanden hat – es gibt keine festgelegte Minutenzahl. Aber wenn ich auf der Autobahn fahre und auf der anderen Seite jemanden sehe, der angehalten hat, und nach dem Wenden kein Warndreieck aufgestellt ist, dann hat man eine Vorstellung davon, wie die Lage ist“, so Abrahamsson.
Ein einfacher Tipp für jeden Autofahrer
Der Ratschlag für alle Fahrzeughalter ist denkbar simpel: Schau vor der nächsten Fahrt oder Hauptuntersuchung kurz in den Kofferraum. Ein kleines Warndreieck kann sowohl Geld als auch unnötigen Ärger ersparen.












