10 Sommerblumenzwiebeln, die Sie vor Ende Mai pflanzen müssen

Verwandeln Sie Ihren Garten mit den richtigen Zwiebeln

Nach dem Winter wirken Garten und Balkon oft trist und leer. Dabei reichen schon wenige Stunden Pflanzarbeit, um den gesamten Außenbereich bis zum Sommer vollständig zu verändern. Das Geheimnis liegt bei Sommer-Zwiebel- und Knollenpflanzen, die genau in den warmen Monaten zu voller Blüte kommen.

Die meisten Hobbygärtner kennen Blumenzwiebeln vor allem von Tulpen oder Narzissen, die im Herbst in die Erde kommen. Doch es gibt eine ganze Gruppe sommerblühender Arten, die zwischen Februar und Mai gepflanzt werden und Beete sowie Balkonkästen den ganzen Sommer über schmücken. Richtig ausgewählte Sorten blühen fast ununterbrochen und kehren sogar in der nächsten Saison wieder.

Wann und wie Sommerzwiebeln richtig gepflanzt werden

Das ideale Pflanzfenster reicht ungefähr von Februar bis Ende Mai, wobei die meisten Gärtner im April beginnen, wenn der Boden ausreichend aufgewärmt ist. Eine entscheidende Voraussetzung ist, dass der Untergrund nicht vernässt ist – Zwiebeln in stehendem Wasser faulen sehr schnell.

Beim Pflanzen sollten Sie einige grundlegende Regeln beachten:

  • Pflanzen Sie in lockere, gut durchlässige Erde ohne Wasserstau.
  • Setzen Sie die Zwiebel immer mit der Spitze nach oben, niemals seitlich oder mit dem Boden nach oben.
  • Nach dem Einpflanzen die Erde leicht andrücken und gut gießen.
  • Die Pflanztiefe entspricht dem Zwei- bis Dreifachen der Zwiebelgröße.
  • Sorgen Sie bei Töpfen und Balkonkästen stets für eine Drainageschicht aus Blähton, Kies oder Tonscherben.

Gartenexperten empfehlen, knollige Begonien vor dem Einpflanzen etwa eine Woche an einem hellen Ort vorzutreiben, damit die ersten Triebe austreiben können. Gladiolen hingegen werden direkt aus der Verpackung gepflanzt – bei Bedarf lassen sie sich mit einem empfohlenen Beizmittel gegen Mehltau behandeln.

Zehn Blumenzwiebeln für ein spektakuläres Sommerbeet

Sie suchen Pflanzen, die sofort ins Auge fallen und auch für Einsteiger problemlos zu handhaben sind? Diese zehn Arten gehören zu den bewährtesten Klassikern der Sommerbepflanzung.

  • Dahlie: Hunderte von Sorten von zwergwüchsig bis zwei Meter hoch, blüht von Juli bis zum ersten Frost
  • Lilie (Lilium): Orientalische und asiatische Arten mit Duft, ideal für Beet und Vase
  • Gladiole: Hervorragende Schnittblume – durch gestaffeltes Pflanzen verlängern Sie die Blütezeit auf den ganzen Sommer
  • Knollenbegonie: Liebt Halbschatten, blüht bis in den Herbst in Farben von Gelb bis Dunkelrot
  • Canna: Beeindruckende Blätter und Blüten, wird bis zu eineinhalb Meter hoch
  • Crocosmia: Orange und gelbe Sternblüten, in wärmeren Regionen problemlos winterhart
  • Tuberose: Intensiver Abendduft, weiße Blüten – ideal in Sitznähe auf der Terrasse
  • Caladium: Dekorative Blätter in Rot, Rosa und Grün, auch ohne Blüten ein Blickfang
  • Anemone: Pastellfarbene Blüten ab Juni, regenfest und robust
  • Zierlauch (Allium): Kugelförmige Blüten auf schlanken Stielen, trockenheitsverträglich und ideal für Kiesgärten

Die richtige Auswahl nach Standort

Vollsonnige Beete sind perfekt für wärmeliebende und hochwachsende Pflanzen. Cannas, Dahlien, Lilien, Tuberosen, Crocosmien und Gladiolen ergänzen sich gegenseitig hervorragend und decken gemeinsam den gesamten Sommer mit Blüten ab. Pflanzen Sie höhere Arten nach hinten, mittelhohe in die Mitte und niedrige an den Rand – so entsteht eine natürliche dreidimensionale Komposition.

Gladiolen eignen sich ausgezeichnet für sogenannte Schnittblumenbeete, von denen Sie Blumen bedenkenlos in die Vase holen können. Wenn Sie sie alle zwei Wochen von April bis Juni gestaffelt pflanzen, haben Sie bis Ende der Sommerferien frische Schnittblumen zur Verfügung.

Im Halbschatten und Schatten unter Bäumen gedeihen Begonien, Caladien und Anemonen überraschend gut. Sie sind ideal für Nordwände oder Balkone, die nur am Vormittag Sonne bekommen. Caladien ziehen mit ihren bunten Blättern die Blicke auf sich – ganz ohne eine einzige Blüte – und können selbst die dunkelsten Gartenecken aufhellen.

Zwiebelpflanzen auf Balkon und Terrasse: Was wirklich funktioniert

Auf dem Balkon sind größere Gefäße am erfolgreichsten, da sie länger feucht bleiben und den Wurzeln ausreichend Platz bieten. Mehrere Zwiebeln derselben Art in einem großen Topf gepflanzt ergeben einen dichten, wirkungsvollen Horst, der sofort Aufmerksamkeit erregt.

Für einen sonnigen Balkon eignen sich Zwergdahlien, Topflilien oder niedrige Gladiolen besonders gut. Die Nordseite schätzen Knollenbegonien, Anemonen und Caladien. Tuberosen und duftende Lilien sollten nahe am Sitzbereich gepflanzt werden, damit ihr Duft die Abende auf der Terrasse parfümiert.

Bei der Kultur in Gefäßen darf die regelmäßige Bewässerung nicht vergessen werden – das Substrat in Balkonkästen trocknet wesentlich schneller aus als Gartenerde. Größere Keramik- oder Holztöpfe stabilisieren die Wurzeltemperatur an heißen Tagen besser. Das Einmischen von Hydrogel-Kügelchen ins Substrat hilft, die Feuchtigkeit auch dann zu halten, wenn Sie im Urlaub sind.

Knollen überwintern: So bewahren Sie Ihre Pflanzen für das nächste Jahr

Manche Arten überwintern problemlos im Boden, andere müssen in unserem Klima ausgegraben werden. In wärmeren Gebieten können Crocosmien oder bestimmte Lilien unter einer dicken Mulchschicht aus Stroh, Rinde oder Laub im Boden verbleiben.

Dahlien, Cannas, Knollenbegonien, Caladien und Tuberosen sollte man hingegen im Herbst ausgraben, sobald das Laub durch den Frost geschwärzt ist. Befreien Sie die Knollen von der Erde, lassen Sie sie an einem luftigen Ort abtrocknen und lagern Sie sie in einer Kiste mit trockenem Sägemehl oder Torf. Die ideale Lagertemperatur liegt knapp über null Grad, bei niedriger Luftfeuchtigkeit.

Experten empfehlen, die eingelagerten Knollen etwa einmal im Monat zu kontrollieren und beschädigte Exemplare sofort zu entfernen, damit sie gesunde Knollen nicht anstecken. Plastiktüten sollten unbedingt vermieden werden – sie lassen keine Luft durch und fördern Schimmelbildung direkt. Papiertüten mit Vermiculit oder Perlit sorgen für bessere Belüftung und längere Haltbarkeit der Knollen.

Die häufigsten Fehler beim Pflanzen und wie man sie vermeidet

Selbst erfahrene Gärtner machen manchmal Fehler, die ihnen den Sommer verderben. Zu tiefes Pflanzen führt dazu, dass die Pflanze nur schwer oder gar nicht an die Oberfläche durchdringt. Überschüssiges Wasser ohne Drainage verursacht hingegen schnell Wurzelfäule.

Sonnenliebende Arten wie Dahlien oder Cannas, die in den Schatten gesetzt werden, bilden lange, liegende Triebe und blühen nur spärlich. Große Dahlienknollen profitieren von nährstoffreichem Boden, der mit Kompost oder reifem Mist angereichert wurde. Gladiolen und Zierlauch gedeihen dagegen besser in leichteren Substraten.

Vergessen Sie auch nicht den Schutz vor Schädlingen. Schnecken sind besonders gefährlich für junge Triebe von Dahlien und Begonien – verteilen Sie umweltfreundliche Mittel oder Barrieren aus zerdrückten Eierschalen rund um die Pflanzungen. Auf dem Balkon drohen vor allem Blattläuse, die sich mit einem Sprühmittel aus Seifenwasser leicht bekämpfen lassen.

So planen Sie ein Beet für den ganzen Sommer

Für einen starken visuellen Effekt pflanzen Sie Pflanzen in Gruppen von fünf bis sieben Stück. Eine einzelne Lilie oder zwei Gladiolen gehen im Beet leicht unter, während eine kompakte Gruppe sofort den Blick auf sich zieht. Die Kombination von Zwiebelpflanzen mit Stauden funktioniert besonders gut – Lavendel, Sonnenhut, Ziergräser oder Funkie bilden einen ruhigen Hintergrund, vor dem die Knollenpflanzen mit ihren intensiven Farben erst richtig zur Geltung kommen.

Gartenarchitekten empfehlen, drei bis vier Arten aus der obigen Liste auszuwählen und diese an verschiedenen Stellen im Garten oder in mehreren Balkonkästen zu wiederholen. Dieser Ansatz verleiht dem gesamten Außenbereich eine visuelle Einheit und sorgt gleichzeitig für ein farbenreiches Erscheinungsbild die ganze Saison über.

Experimentieren Sie mit Höhenstaffelung: niedrige Begonien in den Vordergrund, Crocosmien in die Mitte und mächtige Cannas oder Dahlien nach hinten. Das Hinzufügen von Ziergräsern wie Zittergras oder Segge verleiht der Komposition Leichtigkeit und Luftigkeit, die wunderbar mit den gefüllten Dahlienköpfen kontrastiert. Ein monochromes Beet in Rosa- und Lilatönen wirkt elegant, während die Mischung aus Gelb, Orange und Rot Energie und Wärme ausstrahlt. Wer weiß – vielleicht entdecken Sie genau in diesem Jahr Ihre Lieblingszwiebelpflanze, die zum alljährlichen Star Ihres Sommerbeetes wird.

Author

  • Marie zählt zu Deutschlands bekanntesten Gartenbloggerinnen. Aufgewachsen in einem Vorort, zog sie bewusst aufs Land, um sich dort einen autarken Gemüsegarten anzulegen. Marie zeigt anderen, wie sie sich das ganze Jahr über mit frischem Gemüse versorgen können, ohne ihre gesamte Freizeit im Garten zu verbringen. Sie ist außerdem Autorin mehrerer Bestseller zum Thema Garten.

Scroll to Top