7 Blumen für die Aussaat im März für einen zauberhaften Sommergarten

Warum der März der ideale Moment für den Saatstart ist

Der März lockt mit Sonnenschein und milderen Temperaturen – doch morgendlicher Frost kann junge Pflänzchen innerhalb weniger Stunden vernichten. Erfahrene Gärtner nutzen diesen Monat daher gezielt für Aussaaten unter Dach: im Haus, im Gewächshaus oder auf einem geschützten Balkon.

Mit zunehmender Tageslänge reagieren Pflanzen mit einem regelrechten Wachstumsschub. Wer ihnen bereits im März einen Vorsprung verschafft, wird ab Juni bis in den ersten Herbst mit üppiger Blütenpracht belohnt. Ein paar gut geplante Aussaaten können einen durchschnittlichen Garten in einen farbenfrohen, lebendigen Ort verwandeln.

Viele einjährige Blumen passen perfekt in diesen Rhythmus: Im März geschützt angezogen, legen sie nach dem Auspflanzen sofort los. So lassen sich auch die leeren Phasen im Beet überbrücken, wenn die Frühlingsblüher verblüht sind und die Sommerblumen noch Kraft sammeln.

Die Aussaat im März funktioniert wie ein Turbostart: Pflanzen blühen früher, länger und dichter – und langweilige Lücken im Beet gehören der Vergangenheit an.

Wie man Samen auswählt, damit wirklich etwas aufgeht

Wer schon einmal Blumen ausgesät hat, kennt das Szenario: Ein neues Päckchen Samen, sorgfältiges Gießen und nach wochenlangem Warten stehen nur ein paar kümmerliche Pflänzchen im Topf. Schuld daran sind oft die Samen selbst – ihre Qualität, die Lagerung oder einfach die Sorte.

Immer mehr Hobbygärtner greifen bewusst zu samenfesten Sorten statt zu einmalig nutzbaren Hybriden. Von solchen Pflanzen lässt sich jedes Jahr eigenes Saatgut gewinnen, das sich nach und nach an den eigenen Garten gewöhnt: an die spezifische Erde, die Sonneneinstrahlung und sogar das lokale Mikroklima.

Auch Saatguttauschbörsen erfreuen sich wachsender Beliebtheit: Samenbibliotheken, Kisten in Kulturzentren, Nachbarschaftstreffen. Man bringt überschüssige eigene Samen mit und kehrt mit einer Handvoll neuer Arten zum Ausprobieren zurück. Nach einigen Saisons stellen viele Gärtner fest, dass Pflanzen aus lokal gesammeltem Saatgut schlicht besser gedeihen – sie erkranken seltener, vertragen Trockenheit besser und erholen sich schneller.

Es lohnt sich, die Herkunft jeder Saatcharge zu notieren. Nach der Saison lässt sich dann leicht vergleichen, welche Quelle die kräftigsten und reichhaltigst blühenden Pflanzen hervorgebracht hat.

Die sieben Blumen, die eine Aussaat im März verdienen

Wer einen farbenfrohen, eindrucksvollen Garten ohne täglichen Aufwand anstrebt, liegt mit diesen Arten goldrichtig. Sie wachsen schnell, verzeihen Fehler und blühen ausdauernd lang.

  • Zinnien – Farblieferanten fürs Beet und die Vase
  • Duftende Platterbse – aromatische Kletterpflanze für Pergolen und Balkone
  • Kapuzinerkresse – essbar, nützlich und anfängerfreundlich
  • Levkoje – für alle, die intensive Abendduft schätzen
  • Schmuckkörbchen, Jungfer im Grünen und Mohn – natürliche Wiese ganz ohne großen Aufwand

Zinnien bringen den ganzen Sommer lang Farbe ins Beet und in die Vase

Zinnien sind ein Klassiker unter den Sommerblumen. Sie gibt es in nahezu jeder Farbe außer reinem Blau, in verschiedenen Wuchshöhen und Blütenformen – von einfachen, gänseblümchenähnlichen Blüten bis hin zu gefüllten Kugelformen. Im März flach in Töpfe gesät und nach dem letzten Frost ins Beet umgesetzt, entwickeln sie sich prächtig.

Zinnien reagieren hervorragend auf regelmäßiges Schneiden: Je öfter man Blüten für die Vase abschneidet, desto mehr neue Knospen treibt die Pflanze nach. An vollsonnigen Standorten bilden sie leuchtende, dichte Farbtupfer, die selbst aus der Ferne noch ins Auge fallen.

Zinnien stammen ursprünglich aus Mexiko, und ihr Name ist vom deutschen Botaniker Johann Gottfried Zinn abgeleitet. Hohe Sorten erreichen bis zu neunzig Zentimeter, Zwergformen bleiben unter dreißig Zentimetern.

Die duftende Platterbse bedeckt die Pergola und erfüllt den Garten mit Duft

Die duftende Platterbse ist eine Kletterpflanze, die ein Spalier, ein Geländer oder eine kleine Pergola rasch bedeckt. Ihre zarten Blüten mit intensivem Duft wecken Assoziationen an verwunschene Landgärten vergangener Zeiten. Es empfiehlt sich, die Samen vor der Aussaat einige Stunden einzuweichen – das beschleunigt die Keimung spürbar.

Im März in Töpfe gesät und nach dem Ende der Frostperiode an Rankhilfen gepflanzt, blüht sie vom Frühsommer bis in den Herbst, sofern man verblühte Blüten konsequent entfernt. Die duftende Platterbse stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, genauer gesagt aus Sizilien und Süditalien.

Die Pflanze gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler, ebenso wie Bohnen oder Erbsen. Mit ausreichender Stütze kann sie bis zu zwei Meter hoch klettern. Forscher haben nachgewiesen, dass der Blütenduft die Verbindungen Linalool und Benzylalkohol enthält.

Kapuzinerkresse gedeiht auch dort, wo andere Blumen versagen

Kapuzinerkresse wächst selbst an Standorten, an denen andere Blumen kapitulieren. Sie bevorzugt magere Böden und eignet sich daher hervorragend für Beetränder, Töpfe oder Balkonkästen. Ihre leuchtend orangen, gelben und roten Blüten sind essbar – man kann sie in Salate, Nudelgerichte oder als Tellerdekorartion geben.

Im Garten wirkt sie wie ein Magnet auf Blattläuse und zieht diese von empfindlicheren Pflanzen wie Rosen oder Bohnen ab. So übernimmt sie die Funktion einer natürlichen Fangpflanze. Die Kapuzinerkresse stammt ursprünglich aus Peru, wo sie bereits von den Inka kultiviert wurde.

Die Blätter enthalten Vitamin C und ätherische Öle mit antibakterieller Wirkung. Botaniker der Royal Horticultural Society fanden heraus, dass die schwarze Blattlaus Kapuzinerkresse im Verhältnis drei zu eins gegenüber anderen Pflanzen bevorzugt.

Levkoje, Schmuckkörbchen, Jungfer im Grünen und Mohn vollenden die Naturatmosphäre

Levkojen bilden dichte Blütentrauben mit intensivem Duft, der am Abend am stärksten ist. Sie machen sich besonders gut an Sitzplätzen, Terrassen und Haustüreingängen. Eine Aussaat im März ermöglicht Blüten im Frühsommer, wenn viele andere Sommerblumen noch kaum angelaufen sind.

Schmuckkörbchen erzeugen eine Wolke aus gelben und orangen Blüten, sind hitze- und gelegentlich trockenheitsverträglich. Sie stammen aus Kalifornien und können selbst bei Temperaturen über dreißig Grad noch blühen.

Die Jungfer im Grünen besticht durch zierliche Blätter und feine, sternförmige Blüten. Nach der Blüte entstehen dekorative Samenkapseln, die sich wunderbar in Trockengestecken machen. In der Türkei werden ihre Samen als Gewürz verwendet, bekannt unter dem Namen çörek otu.

Mohn sorgt für ein spektakuläres, wenn auch nicht allzu langes Blütenfeuerwerk – dafür säen sich die Pflanzen bereitwillig selbst aus und tauchen jedes Jahr an neuen Stellen auf. Die Sorte Kalifornischer Mohn kommt bis zu vier Wochen ohne Bewässerung aus.

Wo man im März aussät und wie junge Pflanzen schrittweise ans Freie gewöhnt werden

In kälteren Regionen ist es sicherer, in Töpfen unter Dach zu beginnen: in der Wohnung, im Gewächshaus oder im Folientunnel. Kleine Blumentöpfe oder Anzuchtschalen mit leichter Aussaaterde reichen völlig aus. Die Samen flach ausbringen, befeuchten und an einen hellen, ausreichend warmen Platz stellen.

Sobald keine Frostgefahr mehr besteht, müssen die jungen Pflanzen behutsam an die Außenbedingungen gewöhnt werden – zunächst einige Stunden täglich ins Freie, dann über Nacht draußen lassen, bis sie schließlich ihren festen Platz im Garten einnehmen. In Regionen mit milderem Klima lassen sich einige der genannten Blumen direkt ins Beet säen, sofern die Erde nicht durchnässt und zu kalt ist.

Der Schlüssel zu einer erfolgreichen Märzaussaat liegt im Schutz vor Frost und in möglichst viel Licht – dann starten selbst empfindliche Arten ohne Stress durch. Untersuchungen zeigen, dass geschützt im März ausgesäte Pflanzen etwa dreißig Prozent mehr Blüten hervorbringen als direkt ins Freiland gesäte.

Wie man das Beste aus der Märzaussaat herausholt und Saatgut spart

Eine bewährte Methode ist die Planung von Blüten in Schichten. Zinnien, Kapuzinerkresse und Mohn lassen sich hervorragend kombinieren: Die Zinnien liefern kräftige Farbe den ganzen Sommer über, die Kapuzinerkresse füllt den unteren Beetbereich aus, und der Mohn setzt früh einen starken Akzent, bevor der Rest richtig in Fahrt kommt.

Es lohnt sich außerdem, jedes Jahr einige verblühte Pflanzen mit reifen Samen im Beet stehen zu lassen. Ein Teil sät sich selbst aus, den Rest kann man in Briefumschläge füllen, beschriften und in der nächsten Saison verwenden. Auf diese Weise passt sich der Garten nach und nach den eigenen Bedingungen an – und die Ausgaben für neues Saatgut sinken Jahr für Jahr.

Wer gerade erst mit der Aussaat anfängt, tut gut daran, sich zunächst auf zwei bis drei Arten aus der Liste zu beschränken und die Ergebnisse sorgfältig zu beobachten: wie die Keimung verläuft, wie viel Wasser die Pflanzen brauchen und ob sie in der vollen Sonne leiden. Diese praktische Erfahrung ist wertvoller als jede Anleitung, weil sie zeigt, wie sich Pflanzen im eigenen Garten, in der eigenen Erde und bei der eigenen Pflege tatsächlich verhalten. Starten Sie in diesem Jahr mit mindestens einer Sorte?

Author

  • Marie zählt zu Deutschlands bekanntesten Gartenbloggerinnen. Aufgewachsen in einem Vorort, zog sie bewusst aufs Land, um sich dort einen autarken Gemüsegarten anzulegen. Marie zeigt anderen, wie sie sich das ganze Jahr über mit frischem Gemüse versorgen können, ohne ihre gesamte Freizeit im Garten zu verbringen. Sie ist außerdem Autorin mehrerer Bestseller zum Thema Garten.

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