Hoher Cholesterinspiegel? Die besten und schlechtesten Lebensmittelentscheidungen

Kleine Alltagsentscheidungen mit großer Wirkung

Viele Menschen beginnen, ihre Ernährung zu überdenken, wenn der Körper erste Warnsignale sendet. Manche bemerken Veränderungen bei ihrer Energie, andere erhalten erst bei einer Routineuntersuchung alarmierende Werte.

Fragen rund um Ernährung und Herzgesundheit gewinnen zunehmend an Bedeutung. Dabei sind es oft die kleinen, alltäglichen Entscheidungen – im Supermarkt oder am Esstisch – die langfristig den größten Unterschied machen.

Was passiert bei erhöhten Blutfettwerten?

Hohe Blutfettwerte entstehen, wenn der Körper mehr Cholesterin ansammelt, als er tatsächlich benötigt. Das überschüssige Fett kann sich dann in den Blutgefäßen ablagern und das Risiko für Herzerkrankungen sowie andere ernsthafte gesundheitliche Probleme erhöhen.

Arzt Howard LeWine weist darauf hin, dass nicht alle cholesterinhaltigen Lebensmittel gleich auf den Körper wirken. Eier beispielsweise enthalten zwar Cholesterin, beeinflussen die Blutfettwerte jedoch weit weniger stark als Lebensmittel mit einem hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren.

Gleichzeitig gibt es zahlreiche Lebensmittel, die dem Körper helfen können, die Werte im Gleichgewicht zu halten. Hafer, Vollkorn, Obst und pflanzliche Öle gelten dabei als besonders empfehlenswert.

Lebensmittel, die man reduzieren sollte

Rotes Fleisch

Rotes Fleisch gehört zu den größten Quellen gesättigter Fettsäuren. Rind, Schwein und Lamm – insbesondere fettreiche Stücke wie Rippchen oder Hackfleisch – enthalten oft besonders hohe Mengen davon.

Personen mit erhöhten Blutfettwerten sollten solche Produkte laut Experten mit Vorsicht genießen. Magere Alternativen wie Hühnchen ohne Haut, Fisch oder Hülsenfrüchte sind deutlich herzfreundlicher. Wer auf Fleisch nicht verzichten möchte, tut gut daran, zumindest die Portionsgrößen zu reduzieren.

Frittierte Speisen

Auch frittierte Gerichte sollten möglichst selten auf dem Speiseplan stehen. Chicken Wings, frittierte Zwiebeln oder Käsestäbchen nehmen beim Garen in großen Mengen Öl erheblich an Kalorien und Fett zu.

Eine sinnvolle Alternative bietet das Zubereiten im Heißluftfritteusen oder im Ofen mit etwas Olivenöl – so bleibt der Geschmack erhalten, ohne den Cholesterinspiegel unnötig zu belasten.

Süßes und Fettiges mit Bedacht genießen

Verarbeitete Fleischwaren

Verarbeitetes Fleisch wie Speck, Wurst und Schinken enthält häufig große Mengen an Fett und Salz. Auch Varianten aus Hühnchen oder Pute sollten nur in Maßen verzehrt werden.

Gebäck und Süßwaren

Kekse, Kuchen und andere Backwaren bestehen oft aus Butter und Backfett, was den Cholesterinspiegel negativ beeinflussen kann. Obst, Joghurt oder einfachere Desserts sind im Alltag die bessere Wahl.

Vollfette Milchprodukte

Vollmilch, Sahne und bestimmte Käsesorten liefern ebenfalls viele gesättigte Fettsäuren. Viele Ernährungsexperten empfehlen daher fettärmere Milchprodukte für Menschen, die ihre Blutfettwerte auf einem gesunden Niveau halten möchten.

Das Wichtigste im Überblick

Menschen mit erhöhtem Cholesterin oder bestehenden Herzproblemen sollten unbedingt ärztlichen Rat einholen – sei es beim Hausarzt oder in einer spezialisierten Beratungsstelle. Eigene Ernährungsanpassungen können durchaus helfen, doch eine medizinische Beurteilung ist in vielen Fällen unerlässlich, um ernsthafte gesundheitliche Risiken wirksam zu senken.

Author

  • Marie zählt zu Deutschlands bekanntesten Gartenbloggerinnen. Aufgewachsen in einem Vorort, zog sie bewusst aufs Land, um sich dort einen autarken Gemüsegarten anzulegen. Marie zeigt anderen, wie sie sich das ganze Jahr über mit frischem Gemüse versorgen können, ohne ihre gesamte Freizeit im Garten zu verbringen. Sie ist außerdem Autorin mehrerer Bestseller zum Thema Garten.

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