Lesen tut der Seele gut
Mit dem Sommer ändert sich das Tempo des Alltags spürbar. Viele sehnen sich nach Tagen, die nicht bis auf die letzte Minute verplant sind.
Für manche bedeutet Freizeit Reisen, Schwimmen und lange Abende. Für andere reicht ein schattiges Plätzchen und etwas, das den Kopf zur Ruhe bringt.
Kleine Auszeiten können einen großen Unterschied machen – besonders dann, wenn der Alltag sonst kaum Atempausen lässt. Die entscheidende Frage ist, womit wir diese Pausen wirklich füllen.
Lesen wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden aus
Eine neue Untersuchung zeigt einen deutlichen Zusammenhang zwischen dem Lesen von Büchern und dem persönlichen Wohlbefinden. Die Ergebnisse sind dabei überraschend eindeutig.
Laut der Studie geben etwas mehr als ein Drittel der Befragten – rund 37 Prozent – an, im Alltag regelmäßig gedruckte Bücher zu lesen. Gleichzeitig betrachten acht von zehn Menschen das Lesen als eine Form der mentalen Erholung.
Trotzdem besteht eine klare Sehnsucht nach mehr Lesezeit. Ganze 78 Prozent der Befragten wünschen sich, dass Bücher einen größeren Platz in ihrem Alltag einnehmen würden.
Im Zusammenhang mit der Studie wird das Konzept des sogenannten „Shelf Care“ hervorgehoben – die Idee, dass Bücher und Lesen ein Weg sind, für die innere Gesundheit zu sorgen, ähnlich wie andere Formen der Selbstfürsorge.
Die Untersuchung zeigt außerdem, dass drei von vier Befragten (74 Prozent) der Meinung sind, Lesen beeinflusse das innere Wohlbefinden positiv. Sieben von zehn geben an, sich besser zu fühlen, wenn sie lesen, als wenn sie es nicht tun. Fast genauso viele – 65 Prozent – halten Lesen für wichtig, um die eigene Lebensqualität zu erhalten.
Immer mehr Menschen wollen im Sommer lesen
Vor der Sommersaison planen 73 Prozent der Befragten, während des Urlaubs mindestens ein gedrucktes Buch zu lesen. Das Interesse an physischen Büchern ist also keineswegs gesunken.
Romane, Thriller und Krimis sind die beliebtesten Genres. Bei jungen Erwachsenen zwischen 18 und 29 Jahren sind Fantasy und Science-Fiction genauso gefragt wie Krimis und Spannungsliteratur.
Der Unterschied zwischen Frauen und Männern ist dabei auffällig. Knapp die Hälfte der Frauen – 47 Prozent – liest regelmäßig gedruckte Bücher, während bei den Männern nur 28 Prozent dasselbe angeben.
Die Studie verdeutlicht auch, dass das innere Wohlbefinden vielen Menschen besonders wichtig ist. Fast neun von zehn Befragten (89 Prozent) sagen, es sei ihnen wichtiger, sich gut zu fühlen, als gut auszusehen.
Gleichzeitig geben 71 Prozent an, dass äußeres Erscheinungsbild für sie eine Rolle spielt, während 64 Prozent inneres und äußeres Wohlbefinden als gleich bedeutsam betrachten.
Besonders bei Jüngeren sind ausgeprägte Schönheitsroutinen erkennbar – doch gleichzeitig besteht ein starker Wunsch nach mehr innerlicher Erholung. Lesen entwickelt sich dabei für viele zu einem einfachen und zugänglichen Weg, im Alltag die Balance zu finden.












