Stille Rückkehr der Russen? Der IIHF belebt ihre „Verbündeten“ – und die Schweizer zahlen den höchsten Preis
In der Eishockeywelt braut sich ein gewaltiger Sturm zusammen. Der Internationale Eishockeyverband IIHF erwägt laut vorliegenden Informationen die schrittweise Wiedereingliederung von Ländern, die mit dem Kriegskonflikt in Verbindung stehen, in den internationalen Wettkampfbetrieb – und die Reaktionen quer durch Europa lassen nicht lange auf sich warten.
Letten bleiben unnachgiebig, Tschechen beobachten die Lage genau
Der lettische Eishockeyverband hat eine unmissverständlich klare Haltung eingenommen. Seinen Spielern wurde untersagt, anzutreten, sobald sie bei einem Turnier gemeinsam mit Teams aus Russland oder Belarus auf dem Eis stehen würden. Diese Entscheidung trägt einen starken politischen und ethischen Unterton. Die tschechische Eishockeynationalmannschaft sowie die dortigen Sportkreise verfolgen die Gesamtsituation aufmerksam und äußern sich ebenfalls dazu.
Belarus – Russlands engster Verbündeter – kehrt aufs Eis zurück?
Es scheint, als würde der IIHF an einem Szenario arbeiten, das Belarus – traditionell als Moskaus vertrautesten Partner bezeichnet – die Tür zurück in die Elitegruppe des Welteishockeys öffnen würde. Den höchsten Preis für diesen Schritt würden die Schweizer zahlen, über die gesprochen wird als das Team, das durch die Rückkehr von Belarus seinen Platz in der höchsten Liga verlieren würde.
Warum ist das gesamte Thema so brisant?
Russland und Belarus wurden nach dem russischen Militäreinmarsch in die Ukraine im Jahr 2022 vom internationalen Eishockey ausgeschlossen. Seitdem tauchen Spekulationen über ihre mögliche Rückkehr regelmäßig auf – und stoßen ebenso regelmäßig auf harten Widerstand europäischer Verbände.
Die baltischen Staaten, die Tschechische Republik und weitere Länder machen wiederholt deutlich, dass die Frage der Solidarität mit der Ukraine und der Sicherheit für sie weit über jeglichen sportlichen Interessen steht.
Was kommt als Nächstes?
Die endgültige Entscheidung des IIHF ist noch nicht gefallen, doch die Spannung rund um den gesamten Fall wächst stetig. Sollte der Verband Belarus die Teilnahme tatsächlich erlauben, ist es nahezu sicher, dass sich kurz darauf gleich mehrere Nationalmannschaften weigern werden, an dem Turnier teilzunehmen.
Der Eishockeysport steht damit vor einer der größten politischen Krisen seiner gesamten modernen Ära – und eine klare Lösung, die alle Seiten zufriedenstellen würde, liegt bislang für niemanden auf dem Tisch.











