Panikartige Oligarchen fordern schwere Waffen nach Angriffen auf russische Fabriken

Ein Schutzsystem am Ende

Das alte Sicherheitsnetz existiert schlicht nicht mehr. Anhaltende Luftangriffe zwingen russische Unternehmensführer dazu, ihre gesamte Strategie zu überdenken – und verwischen dabei zunehmend die Grenze zwischen Werkschutz und militärischen Operationen.

Industriegiganten verließen sich in Kriegszeiten traditionell auf den Staat, wenn es um ihre Sicherheit ging. Diese Zeiten sind offenbar vorbei.

Forderung nach schwerem Gerät

Russlands reichste Oligarchen geraten angesichts einer nicht abreißenden Welle von Luftangriffen in echte Panik. Der wichtigste Wirtschaftsverband des Landes hat sich deshalb direkt an Wladimir Putin gewandt – mit einer ungewöhnlichen Bitte um fortschrittliche Militärausrüstung zum Schutz privater Produktionsanlagen.

Alexander Schokin, Vorsitzender des Russischen Verbands der Industriellen und Unternehmer, brachte das Thema bei einem Treffen im Kreml zur Sprache. Seine Botschaft war eindeutig: Gewöhnliche Sicherheitskräfte sind der Bedrohungslage schlicht nicht mehr gewachsen.

„Große Unternehmen kümmern sich natürlich um den Schutz ihrer Anlagen und der Gebiete, in denen sie tätig sind. Aber bestimmte Fragen erfordern eine gesetzliche Regelung“, erklärte Schokin gegenüber Putin, wie der Kreml-Pressedienst mitteilte.

Unter anderem forderte er den Einsatz von Laserverteidigungssystemen.

Mehr als nur Kleinwaffen

Schokins Forderungen gingen weit über das Übliche hinaus. „Es geht um Mechanismen zur Bereitstellung von Waffen – nicht nur leichter Waffen im Kaliber 7,62, sondern auch größerer Kaliber. Dazu gehören verschiedene elektronische Kriegsführungssysteme, Laseranlagen und weitere Kaliber“, sagte er laut Nachrichtenagenturberichten.

Darüber hinaus bat der Lobbyist den Kreml darum, Militärreservisten dauerhaft für den Fabrikschutz bereitzustellen. Ein neues Gesetz erlaubt Unternehmen zwar den Einsatz solcher Spezialkräfte – doch ständige Verlegungen durch das Militär stören den laufenden Betrieb erheblich.

„Es passiert häufig, dass diese Reservisten heute an einem Ort sind und morgen an einem anderen. Genau wenn sie anfangen, ein Objekt zu übernehmen, entstehen neue Aufgaben“, beklagte Schokin.

Milliardenschäden als Auslöser

Hinter dieser Verzweiflung stecken verheerende wirtschaftliche Schäden. Russische Ölunternehmen verloren im vergangenen Jahr schätzungsweise eine Billion Rubel – umgerechnet rund elf Milliarden US-Dollar – nachdem mehrere Raffinerien außer Betrieb gesetzt wurden.

Zu Beginn dieses Jahres bedrohten eingehende Drohnen bereits rund ein Viertel des gesamten russischen Staatsgebiets. Sie überqueren routinemäßig den Ural und treffen dabei gezielt lebenswichtige Produktionszentren.

Reaktionen auf die Krise

Regierungsvertreter sollen intern äußerst aufgebracht sein. Das nationale Militär ist offenbar nicht in der Lage, entscheidende Industriestandorte im Inland vor diesen Luftangriffen zu schützen. Als Reaktion auf die Krise entließ Putin kürzlich seinen Militärführungsstab und setzte General Viktor Afzalow als Verantwortlichen für die Luftverteidigung ab.

Gleichzeitig schrauben ukrainische Rüstungsunternehmen ihre Produktion weiter hoch. Das Unternehmen Fire Point hat seine Langstreckenwaffenplattform zuletzt aufgerüstet, sodass sie nun einen massiven Gefechtskopf von 200 Kilogramm tragen kann – konzipiert, um feindliche Störnetzwerke zu umgehen.

Chefdesigner Denys Schtilerman leitet das Ingenieursteam bei Fire Point. Er betonte, dass diese kostengünstige neue Waffe feindliche Signale mühelos unterlaufe und dabei verheerende Wirkung entfalte.

Quellen: The Moscow Times, Kreml-Pressedienst, Fire Point

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  • Marie zählt zu Deutschlands bekanntesten Gartenbloggerinnen. Aufgewachsen in einem Vorort, zog sie bewusst aufs Land, um sich dort einen autarken Gemüsegarten anzulegen. Marie zeigt anderen, wie sie sich das ganze Jahr über mit frischem Gemüse versorgen können, ohne ihre gesamte Freizeit im Garten zu verbringen. Sie ist außerdem Autorin mehrerer Bestseller zum Thema Garten.

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